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PD Dr. Bernhard Kis ist neuer Chefarzt der Psychiatrie

PD Dr. Bernhard Kis leitet seit dem 01.08.2019 die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am St. Elisabeth-Krankenhaus Hattingen-Niederwenigern – eine Einrichtung der Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel/Contilia.

Der erfahrene Psychiater und Psychotherapeut war zuvor als stellvertretender Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Göttingen tätig und hat Privatdozent Dr. Thomas Zeit als Chefarzt abgelöst, der in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. »Ich freue mich, mit einem sehr engagierten Team in einer leistungsstarken Klinik zu arbeiten, die die Versorgung der psychisch erkrankten Menschen in Hattingen und im Ennepe-Ruhr-Kreis sicherstellt«, sagt Dr. Kis.

Zunächst Neurologe, hat Kis sich über die Jahre als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit tiefenpsychologischem Schwerpunkt einen Namen gemacht. »Die Macht des Wortes hat mich immer fasziniert«, beschreibt er seine Leidenschaft für die »Sprechende Medizin«. Gleichzeitig ist er ein Verfechter des modernen Klinikmanagements und schätzt die enge Zusammenarbeit mit den administrativen Teams der Klinikverwaltungen.

Der 47-Jährige ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Adoleszenten- und Transitionspsychiatrie und befasst sich mit den psychischen Herausforderungen, die in den vulnerablen Lebensphasen eines Menschen mit einem erhöhten Risiko vermehrt auftreten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätstörungen (ADHS) bei Erwachsenen. »Bei diesem Störungsbild beobachten wir eine hohe familiäre Verbreitung. Durch geeignete Behandlungsangebote können wir den betroffenen Patienten sehr gut und schnell helfen«, schildert Kis seine Motivation, künftig das Leistungsangebot seiner Klinik dahingehend zu erweitern.

Als versierter Kenner psychiatrischer Versorgungsformen, die zunehmend Sektorgrenzen überwinden und den ambulanten Bereich stärken, schätzt PD Dr. Bernhard Kis die Vorteile eines durchlässigeren Systems, das Patienten im Sinne des Case-Managements darin unterstützt, möglichst selbstbestimmte Partner im Behandlungsprozess zu sein. Autonomie stärken möchte er auch unter dem Schlagwort offene Psychiatrie: »Wenn wir Türen öffnen und anstelle von Schutzmaßnahmen eine intensivere Beziehung zum Patienten aufbauen, gelingt eine selbstbestimmte und freiwillige Behandlung besser«, ist er überzeugt. Die Bereitschaft, den therapeutischen Zielen zu folgen, sei größer. Unnötige – aber gesellschaftlich noch verbreitete – Stigmata gegen Psychiatrien werden außerdem abgebaut, so Kis.

PD Dr. Kis kommt auch weiterhin seiner Lehrverpflichtung an der Psychiatrischen Universitätsklinik Göttingen nach. Neben der Hauptvorlesung Psychiatrie unterrichtet er Ärztliche Gesprächsführung. »Das Unterrichten liegt mir am Herzen. Außerdem ist es mir ein wichtiges Anliegen, beim Thema Supervision Anleitung zur Reflektion geben zu können.« Als Referent ist er häufig gefragt für die Themen Psychopathologie, adulte ADHS und PEPP – Pauschalierendes Entgeltsystem in der Psychiatrie und Psychosomatik.

PD Dr. Bernhard Kis

PD Dr. Bernhard Kis

Chefarzt

St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern

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