Personal

Die ersten philippinischen Fachkräfte starten in der Pflege

Die ersten philippinischen Fachkräfte unterstützen seit Ende Mai 2021 die Pflege am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide. Mit diesem Schritt begegnet das Pflegemanagement dem Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich einmal mehr proaktiv. Bis zum Ende des Jahres sollen insgesamt zehn Kolleginnen und Kollegen aus dem südostasiatischen Inselstaat ihren Dienst am Klinikum beginnen.

»Die Ursachen des Fachkräftemangels sind vielfältig und wir als kommunales Haus können einige grundlegende Probleme dabei nicht ändern«, unterstreicht Dr. Witiko Nickel, pflegerischer Geschäftsführer am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide. »Mir ist es dennoch wichtig, nicht passiv zu bleiben. Wir müssen nach Lösungen suchen, mutig sein und mit Bedacht Neues ausprobieren. Das sind wir sowohl unseren Patientinnen und Patienten schuldig, mindestens genauso aber auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern«, bekräftigt Nickel seine proaktive Haltung.

Ein Baustein dieser Strategie: der Einsatz ausländischer Mitarbeiter. Für Fachkräfte von den Philippinen spricht unter anderem die hochwertige Ausbildung in diesem Land, Pflegekräfte absolvieren dort üblicherweise ein vierjähriges Studium. Erste Bewerbungsgespräche wurden 2020 von Nickel und einer kleinen Arbeitsgruppe vor Ort geführt, am 27. Mai 2021 sind die ersten vier Kolleginnen und Kollegen jetzt in Bremerhaven angekommen.

Henning Meyer

Leiter Unternehmenskommunikation

Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

Sprach- und Kenntnisprüfung führen zur examinierten Pflegefachkraft

Umfassende Unterstützung für die Langfristigkeit

Die neuen Kolleginnen und Kollegen werden gemäß den behördlichen Vorgaben zunächst als pflegerische Hilfskräfte auf den Stationen im Klinikum eingesetzt. Nach erfolgter Sprach- und Kenntnisprüfung wird die ausländische Berufsausbildung dann einem deutschen Abschluss gleichgestellt. Anschließend stehen Einsatz und Bezahlung entsprechend einer examinierten Pflegefachkraft nichts mehr im Wege.

Ein wichtiger Punkt, denn mit ihrem Einkommen unterstützen die philippinischen Kollegen auch ihre Familien daheim. Doch Geld ist natürlich nicht alles. Wer rund 9.000 Kilometer von seiner Heimat und Familie entfernt lebt, braucht Unterstützung auf vielen Ebenen. Darum kümmern sich federführend die Departmentleitungen Bärbel Carstensen und Sonja Frerichs.

»Wir haben uns viel Mühe gegeben, um eine schöne Wohnsituation für unsere neuen Kolleginnen und Kollegen zu schaffen, Dinge bereitgestellt, die man für ein neues Zuhause eben so benötigt«, erklärt Frerichs.

Viel entscheidender sei aber das tägliche Miteinander. Carstensen vergleicht die Situation mit einer guten Beziehung: »Nur, wenn sich beide Seiten wohlfühlen, bleibt man langfristig zusammen. Wir wollen deshalb auch dafür sorgen, dass unsere »Neuen« hier das finden, was ein Zuhause von einem Arbeitsplatz unterscheidet: Freunde, gemeinsame Freizeitaktivitäten und gegenseitige Unterstützung, beruflich und auch privat«, so Carstensen.

Philippinische Fachkräfte
in der Pflege

-------
Proaktiver Schritt zur Bekämpfung des Fachkräftemangels
-------
Fach- und Sprachprüfung zur Gleichstellung mit deutschem Examen
-------
15 philippinische Fachkräfte sollen bis Ende 2021 am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide starten
-------

11 | 2021
E-MailDruckenPDF

Lesen Sie jetzt