Medizin | Pflege

Telematik II: im Ernstfall noch schneller zur optimalen Versorgung

Patienten, die mit dem Rettungsdienst im Krankenhaus Landshut-Achdorf eintreffen, profitieren vom Telematik-II-System der telemedizinischen Voranmeldung. Über mobile Bildschirme, sogenannte Nida-Pads, in den Rettungswagen kann der Rettungsdienst bereits während der Anfahrt zum Krankenhaus wichtige Informationen und Bildmaterial an die Notaufnahme übermitteln.

Das Unfallgeschehen, vorliegende Verletzungen, EKG-Daten oder Vitalparameter, über all das sind die Ärzte in der Notaufnahme bereits informiert, wenn der Patient im Krankenhaus eintrifft. Bei besonders schweren Einsatzlagen werden zusätzlich die diensthabenden Ärzte automatisch telefonisch alarmiert. »Für den Rettungsdienst ist die Übermittlung der Daten nur ein Knopfdruck, aber für uns Ärzte in der Notaufnahme eine wirklich große Hilfe«, sagt der Chefarzt der Notaufnahme am Krankenhaus Landshut-Achdorf, Dr. Harald Dietz.

Vom System »Telematik II« profitieren die Patienten enorm, denn sie können durch die Mitarbeiter in der Notaufnahme schon vor der Ankunft eingeschätzt und so sehr schnell und strukturiert der individuell passenden Versorgung zugeteilt werden, Wartezeiten verringern sich. Dies ist vor allem bei schwerkranken und -verletzten oder überlebenskritischen Patienten ein großer Vorteil. »Die Erfahrungen mit der digitalen Anbindung des Rettungsdienstes zeigen bisher nur Vorteile. Der eintreffende Patient wird von uns bereits erwartet und kann wesentlich schneller übergeben werden«, sagt Chefarzt Dr. Dietz. Auch die Organisation der zentralen Patientenaufnahme (ZPA) hat sich durch die Voranmeldung verbessert und die Rettungswagen stehen durch die optimierten Übergabezeiten schneller für Folgeeinsätze zur Verfügung.

Elisabeth Lackermeier

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

LAKUMED Kliniken – Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung

Der eintreffende Patient wird von uns bereits erwartet und kann wesentlich schneller übergeben werden

Ärzte und Pflegepersonal in der Notaufnahme wurden durch das Telematik-System-II bereits umfassend über den Patienten informiert. Sie kennen den Unfallhergang oder das Krankheitsbild und können schwerkranke Patienten sofort medizinisch versorgen

Ärzte und Pflegepersonal in der Notaufnahme wurden durch das Telematik-System-II bereits umfassend über den Patienten informiert. Sie kennen den Unfallhergang oder das Krankheitsbild und können schwerkranke Patienten sofort medizinisch versorgen

Mit dem Projekt »Telematik II« ist in Bayern bei allen Durchführenden des Rettungsdienstes ein einheitliches mobiles Computer- und Dokumentationssystem eingeführt worden mit dem Ziel, die Kliniken zur telemedizinischen Voranmeldung und digitalen Protokollübergabe anzubinden. Das Zentrum für Telemedizin (ZTM) in Bad Kissingen hat alle bayerischen Kliniken kontaktiert und informiert, die technische Umsetzung in den Kliniken realisiert und koordiniert sowie Schulungen der Rettungsdienste und Klinikmitarbeiter durchgeführt.

Das Krankenhaus Landshut-Achdorf gehört zu den ersten Kliniken in Niederbayern, die das System zur Patientenvoranmeldung aus dem Rettungswagen installiert haben. Das System wurde Anfang des Jahres 2016 am Krankenhaus Landshut-Achdorf erprobt und läuft seitdem sehr zuverlässig und stabil. »Die Voranmeldung ist eine innovative Möglichkeit, die Versorgung der Patienten in einer Notaufnahme weiter zu verbessern«, ist Dr. Dietz überzeugt.

05 | 2017
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