Medizin | Pflege

Delir im Krankenhaus: Prävention und Management

CLINOTEL unterstützt die Mitgliedshäuser mit einem ganzheitlichen Blick auf Qualität, Prozesse, Personal, Finanzen und Strategie. Die Patientenversorgung kontinuierlich zu verbessern, steht dabei ganz besonders im Fokus.

Bei der Krankenhausaufnahme haben inzwischen bis zu 25 Prozent der Patienten über 65 Jahren ein Delir. Dieses neuropsychiatrische Syndrom ist definiert als Störung des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit, einhergehend mit Beeinträchtigungen kognitiver Funktionen und Wahrnehmungs­veränderungen.

Delir kann bei älteren Patienten erstes und oft auch einziges Zeichen einer schweren Krankheit sein, wie beispielsweise einer Pneumonie, Sepsis oder eines Myokardinfarkts. Bei den über 70-Jährigen ist das Delir mit bis zu 50 Prozent die häufigste Komplikation in der stationären Behandlung.

Marie-Christin Sablotni, M.Sc.

Referentin Medizin

CLINOTEL-Krankenhausverbund

Stefan Lenzen, M.A.

Referent Medizin

CLINOTEL-Krankenhausverbund

Konzept zu Prävention und Management des Delirs

Senioren richtig behandeln

Krank ist nicht gleich krank, denn ältere Menschen haben häufig mit mehreren Beschwerden gleichzeitig zu kämpfen. Ein Krankenhausaufenthalt ist zudem eine besondere Belastung, in dessen Folge ältere Patienten oft ein Delir entwickeln. Umso wichtiger ist es, alten Menschen im Krankenhaus die gewohnten Strukturen zurückzugeben. Dazu gehören nicht nur vertraute Gegenstände und Speisen, sondern auch altbekannte Gesichter.

Wie das gelingen kann und was das Krankenhaus dafür tun kann, damit hat sich die Expertengruppe »Demenziell erkrankte Patienten« unter Leitung der CLINOTEL-Geschäftsstelle beschäftigt und ein Konzept zu Prävention und Management des Delirs erarbeitet.

Das Konzept wird durch einen Behandlungspfad veranschaulicht. Darüber hinaus werden unterstützende Materialien wie eine Pocketcard für den täglichen Einsatz bereitgestellt. Die Materialien stehen allen Mitgliedshäusern zur Verfügung und geben den Mitarbeitern Sicherheit und Anleitung im Umgang mit Menschen mit einem Delir.

12 | 2017
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