Medizin | Pflege

Netzwerk Zweit­meinung – offenes Netzwerk für Patientensicherheit

Immer mehr Menschen suchen vor medizinischen Eingriffen oder dem Beginn einer Therapie nach einer zweiten ärztlichen Meinung und Empfehlung. Der Gesetzgeber hat mittlerweile auch das Recht darauf gesetzlich verankert. Diesen Wunsch der Patienten sowie das gesetzlich verankerte Recht auf Zweitmeinung im Blick haben die Essener Contilia Gruppe und das Katholische Klinikum Oberhausen das Netzwerk Zweitmeinung gegründet. Im Netzwerk Zweitmeinung kooperieren derzeit insgesamt sechs Krankenhäuser der beiden Träger aus Essen, Mülheim und Oberhausen.

»Unser Ziel ist es, mit dem Netzwerk Zweitmeinung dem Patienten Qualität und Sicherheit zu bieten«, so Dr. Dirk Albrecht, Sprecher der Geschäftsführung der Contilia Gruppe. »Unser Angebot der Zweitmeinung trifft auf einen stetig steigenden Bedarf. Wir haben das Netzwerk ins Leben gerufen, um dem Patienten ein wohnortnahes Angebot und die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs mit dem Spezialisten anbieten zu können.« Das Instrument der Zweitmeinung werde schon immer praktiziert, ergänzt Michael Boos, Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Oberhausen. »Mit dem Netzwerk Zweitmeinung wird dem Patienten nun ein geordnetes Verfahren angeboten.« 23 Ärzte sind beim Start des Netzwerkes beteiligt. Diese Ärzte verfügen über eine langjährige Erfahrung bei der Erstellung von Zweitmeinungen und sind bewährte Partner von Krankenkassen und Ärztekammern.

Dorothee Renzel

Pressesprecherin

Contilia GmbH

Das Netzwerk ist offen für weitere Kooperationen

Die dem Netzwerk Zweitmeinung angeschlossenen Partner greifen die Chancen, die sich den Patienten aus der neuen gesetzlichen Regelung bieten, auf. Zurzeit bietet das Netzwerk Patienten Zweitmeinungen bei Erkrankungen der Gelenke, der Wirbelsäule, des Herzens und der Gefäße sowie bei Krebserkrankungen im Magen-Darmtrakt und bei gynäkologischen Erkrankungen an. »Das Netzwerk ist offen für weitere Kooperationen«, betonen die Geschäftsführer Albrecht und Boos. »Wir verstehen uns als Keimzelle einer Idee, die wachsen darf und soll.«
Zentraler Bestandteil des Netzwerkes Zweitmeinung sei die persönliche Begegnung, das persönliche Gespräch zwischen Patient und zweitmeinungsgebendem Arzt. »Die Ärzte unseres Netzwerkes treffen den Patienten persönlich, wir suchen den vertrauensvollen Kontakt. Wir begnügen uns nicht mit der bloßen Durchsicht der Unterlagen«, stellt Prof. Dr. Georg Sabin, Leitender Koordinator Netzwerk Zweitmeinung, heraus.

Kontaktdaten
Netzwerk Zweitmeinung

Website
www.netzwerk-zweitmeinung.de

E-Mail
info@netzwerk-zweitmeinung.de

Kostenfreie Service-Rufnummer
0800–2222207

Zentrale Anlaufstelle

Für Patienten, die sich entschieden haben, zu der Diagnose oder Therapieempfehlung ihres behandelnden Arztes eine zweite ärztliche Meinung beratend hinzuzuziehen, hat das Netzwerk Zweitmeinung eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Zu erreichen ist das Netzwerk Zweitmeinung über die Website www.netzwerk-zweitmeinung.de sowie über die Mail-Adresse info@netzwerk-zweitmeinung.de oder über eine kostenfreie Service-Rufnummer.

Projektmanagement

Wichtig für den erfolgreichen Start war ein gut strukturiertes Projektmanagement. Dieses liegt in den Händen von Annegret Wegmann. »Eine Herausforderung des Projektes war es, über sechs Krankenhausstandorte, vier GmbHs und 23 Ärzte Abläufe zu finden, die eine einfache und nachvollziehbare Kommunikation an allen relevanten Schnittstellen ermöglichen«, so Annegret Wegmann. Während die Aufbau- und Ablauforganisation im Rahmen des Projektes abgeschlossen ist, werden besondere Aufgabenstellungen – wie der Bereich der Finanzierungsfragen und der Erweiterung um neue Partner – auch weiterhin durch das Projektmanagement begleitet.

06 | 2016
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