Medizin | Pflege

Netzwerk für Lungenerkrankungen in Nordost-Brandenburg

Das sektorenübergreifende Netzwerk bestehend aus der GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit, dem Krankenhaus Märkisch Oderland und dem MEG Medicus-Center Eberswalde führt die Gesundheitseinrichtungen in der Region Nordost-Brandenburg enger zusammen, sodass die Behandlungsmöglichkeiten weiter verbessert werden.

In Nordost-Brandenburg sind alle erforderlichen medizinischen Fachdisziplinen zur Betreuung von Patienten mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen in Arztpraxen und Krankenhäusern auf sehr hohem Niveau vorhanden. Doch nicht alle Experten und technischen Voraussetzungen befinden sich an einem Ort. Das ist der Grund, im Netzwerk für Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg die Kompetenzen all derjenigen zu bündeln, die sich in der Region beruflich oder ehrenamtlich mit Erkrankungen der Atemwege beschäftigen.
Ziel ist, dass jeder Patient mit einer Lungen- oder Atemwegserkrankung, wo immer er in der Region zu Hause ist, eine Betreuung wie aus einer Hand erhält, und zwar:

  • wohnortnah, auf kurzen Wegen
  • flexibel, zügig, effektiv
  • kompetent auf einheitlich sehr hohem Niveau
  • leitliniengerecht nach aktuellem Stand der Wissenschaft
  • qualitätsgesichert nach gemeinsamen Standards
  • ohne Umwege in gut organisierten Behandlungs- und Betreuungsketten

Katharina Fink

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Krankenhaus Märkisch-Oderland

Andreas Gericke

Leiter Öffentlichkeitsarbeit

GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH

CLINOTEL-Mitgliedshäuser überwinden Grenzen

Die für Patienten hinderlichen Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, zwischen Krankenhäusern verschiedener Trägerschaften, zwischen den medizinischen Disziplinen und Berufsgruppen sollen auf diese Weise in der Region Schritt für Schritt durchlässiger gestaltet werden. Alle Partner im Netzwerk begegnen sich auf Augenhöhe und den Patienten und ihren Angehörigen gegenüber fürsorglich mit Offenheit und Respekt.

»Uns geht es um eine einheitlich hohe Qualität von Diagnostik und Therapie bei Lungen- und Atemwegserkrankungen«, sagte der Koordinator des Netzwerkes, Dr. Christoph Arntzen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im
Krankenhaus Angermünde. »Zugleich wollen wir uns noch effektiver für die Aufklärung, Vorbeugung, Vorsorge und Früherkennung einsetzen. Auch psychosoziale Aspekte, die Unterstützung von Familienangehörigen Erkrankter, die Rehabilitation, Nachsorge und Palliation werden Bestandteile im Netzwerk sein. Wir möchten Selbsthilfegruppen und Raucherentwöhnungsprojekte unterstützen und uns an Initiativen für saubere Luft in unserer Region beteiligen.«

Die Kinderklinik des Werner Forßmann Krankenhauses in Eberswalde bietet auch eine Asthmasprechstunde an

Die Kinderklinik des Werner Forßmann Krankenhauses in Eberswalde bietet auch eine Asthmasprechstunde an

Schüler »bronchoskopieren« eine Melone. Das Netzwerk Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg hatte Schülergruppen in Angermünde und Eberswalde zu einem Informationstag über Atemgesundheit eingeladen

Schüler »bronchoskopieren« eine Melone. Das Netzwerk Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg hatte Schülergruppen in Angermünde und Eberswalde zu einem Informationstag über Atemgesundheit eingeladen

Tabakrauch, Umweltgifte und durch die Luft übertragene Infektionserreger sind die Hauptursachen für Erkrankungen der Atemwege und der Lunge. Allein unter der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD und unter Asthma bronchiale leiden in Deutschland mehr als 15 Millionen Menschen. Man kann daher von Volkskrankheiten sprechen. Von der COPD ist jeder zweite Raucher im Alter von mehr als 50 Jahren betroffen. Beim Asthma wird ein Anstieg der Erkrankungshäufigkeit vor allem bei jungen Erwachsenen beobachtet. Lungenkrebs ist mit fast 45.000 Sterbefällen jährlich die häufigste Krebstodesursache in Deutschland.

Nahtlose Zusammenarbeit, um flächendeckend hohe Versorgungsqualität zu gewährleisten

Dr. Regina Hartmann von der MEG Medicus-Center in Eberswalde erläutert die Sicht der Praxisärztin: »Wir wollen eine nahtlose Zusammenarbeit der medizinischen Professionen und Gesundheitsfachberufe, der ambulanten und der stationären Versorgung, um unterm Strich eine flächendeckende hohe Versorgungsqualität für alle Patienten mit Atemwegsbeschwerden zu gewährleisten.« Ergänzend dazu erklärte Dr. Christian Jenssen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Krankenhaus Märkisch-Oderland: »Das Netzwerk wird dann gut funktionieren, wenn wir partnerschaftlich und auf Augenhöhe kooperieren und die Stärken jedes Partners nutzen. Dann kann sich unser Gesamtangebot wirklich sehen lassen und es ermöglichen, unsere Patienten in Nordost-Brandenburg wohnortnah auf höchstem Niveau zu betreuen.« Breite öffentliche Informationsangebote, Aufklärungskampagnen und ärztliche Fortbildungsveranstaltungen werden Teil der künftigen Netzwerkarbeit sein.

12 | 2016
E-MailDruckenPDF

Lesen Sie jetzt