Medizin | Pflege

Klinikum Görlitz geht nächsten Schritt der Digitalisierung

Pflegekräfte im Klinikum Görlitz nutzen jetzt Connex Spot Monitore. Das sind moderne Vitalzeichenmonitore, die elektronisch die Messung einer Reihe von Vitalwerten am Patienten effektiv, schnell und präzise vornehmen. Je nach Konfiguration werden Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Pulsfrequenz und Temperatur ermittelt. Darüber hinaus lassen sich bis zu 20 weitere Parameter wie Größe, Gewicht, Ruhe- und Belastungsschmerz sowie Atmung eingeben. 

Der mit den Monitoren ermittelte Early Warning Score ergänzt die Erfahrungswerte der Pflegekräfte und das subjektive Empfinden des Patienten bei der Einschätzung, wie es ihm geht. Die Werte können anschließend auf Knopfdruck direkt und ohne Verzögerung an die elektronische Patientenakte übermittelt werden. Dadurch kommt es zu einer effektiveren Dokumentation sowie einer Reduktion von Fehlern und Zeitaufwand. 

Katja Pietsch, M.A.

Leiterin Stabstelle Unternehmenskommunikation und Medien

Städtisches Klinikum Görlitz

Bei der Dokumentation: Reduktion von Fehlern und Zeitaufwand – die Vorteile sind enorm

Maßnahmen der Digitalisierung

Die 15 Connex Spot Monitore im Wert von circa 100.000 Euro wurden mit Fördermitteln vom Freistaat Sachsen zur Digitalisierung der Patientendaten am Bett angeschafft. Die Einführung der Monitore ist ein weiterer Schritt der Digitalisierung im Görlitzer Klinikum, das seit 2017 schrittweise die elektronische Patientenakte einführt. Sie soll die Papierakte ersetzen und enthält alle Befunde und Auskünfte, die zu den Patienten des Klinikums erhoben und gespeichert werden.

Neben personenbezogenen Daten (Alter, Geschlecht, Gewicht etc.) beinhaltet die e-Akte Informationen über die Medikamente, die der Patient einnimmt, über Vorerkrankungen, Allergien sowie weitere Erkrankungen oder Beeinträchtigungen, die bei der Behandlung berücksichtigt werden müssen. Außerdem werden alle rechtlich geforderten Dokumentationen im Behandlungsverlauf der Patienten elektronisch abgebildet und lösen nach und nach die Erfassungsgrundlagen in Papierform ab.

Das Klinikum investiert für die Einführung der e-Akte circa 500.000 Euro in die Anschaffung mobiler PC-gestützter Arbeitsplätze (elektronische Visitenwagen, leistungsfähige Laptops, Barcodescanner), Entwicklung und Implementierung verschiedener Software in allen Kliniken und Bereichen. Hinzu kommen Kosten für Schulungen sowie die personelle Betreuung der neuen Softwarelösung.

»Die Vorteile sind enorm. Die e-Akte ist von jedem PC-gestützten Arbeitsplatz im Klinikum aufrufbar. Alles ist gut lesbar, transparent und hat eine klare einheitliche Struktur. Der Prozess soll voraussichtlich im Jahr 2020 abgeschlossen sein.«

Maßnahmen
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15 Connex Spot Monitore:
effektive Dokumentation, Reduktion von Fehlern und Zeitaufwand
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mobile PC-gestützter Arbeitsplätze:
elektronische Visitenwagen, leistungsfähige Laptops, Barcodescanner
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Entwicklung und Implementierung von Software
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Schulungen

12 | 2019
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