Medizin | Pflege

Integriertes Versorgungszentrum in Brunsbüttel

Der Umbau des Westküstenklinikums Brunsbüttel zu einem Integrierten Versorgungszentrum ist abgeschlossen. Seit März arbeitet die Klinik in den vorgesehenen Strukturen. Das Projekt ist bundesweit einmalig und wurde im vergangenen Jahr auf dem CLINOTEL-Kongress ausgezeichnet.

Das Besondere am Westküstenklinikum Brunsbüttel ist die enge bauliche und organisatorische Verzahnung zwischen dem stationären Krankenhausbetrieb und niedergelassenen Ärzte sowie Therapeuten. Beispiel Endoprothetik: Ein Patient kann die gesamte Versorgungskette von ambulant und stationär bis hin zur Vor- oder Nachsorge quasi aus einer Hand im IVZ erhalten.

Entwickelt wurde das Konzept, um den Krankenhausstandort und die damit verbundene Notfallversorgung rund um die Uhr nachhaltig zu sichern. Dazu haben die Westküstenkliniken das Gebäude aus den 70er-Jahren mit finanzieller Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein und der Kostenträger umgebaut und modernisiert. Mehr als 20 Millionen Euro flossen in das Projekt.

Sebastian Kimstädt

Leiter der Unternehmenskommunikation

Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide

Komplette Versorgungskette von ambulant und stationär bis zur Vor- oder Nachsorge

Es entstanden ein dreistöckiger Anbau, eine neue Notaufnahme und eine Überwachungsstation (IMC) mit der Möglichkeit zur Schlaganfallversorgung. Durch die Zentralisierung der sogenannten Funktionsbereiche wie der Radiologie mit modernem CT und Röntgentisch im ersten Stock ergeben sich kurze Wege.

Eine Anbindung des Hauses an die Westküstenkliniken in Heide ermöglicht telemedizinische Konsile in den Bereichen Neurologie und Pädiatrie. Die Krankenhausstationen wurden in den ersten drei Stockwerken untergebracht und die Arztpraxen des Medizinischen Versorgungszentrums im vierten Stock gebündelt.

Weitere Arztpraxen, Therapeuten und ein Sanitätshaus haben im fünften Stock neue Räume erhalten. Alle Bereiche wurden dazu komplett entkernt und neu aufgebaut und haben Neubaucharakter.

Integriertes Versorgungszentrum Brunsbüttel

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Notaufnahme
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Überwachungsstation (IMC) mit
Schlaganfallversorgung
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Zentralisierung
der Funktionsbereiche
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Telemedizinische Konsile an Westküstenkliniken in Heide
für Neurologie und Pädiatrie
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Arztpraxen, Therapeuten,
Sanitätshaus

WKK-Geschäftsführer Dr. Martin Blümke ist sich sicher: »Durch sein Konzept kann das IVZ Brunsbüttel ein bundesweites Modell sein, wie kleine Krankenhäuser im ländlichen Raum erhalten werden können.«

Hohe Anerkennung auf dem CLINOTEL-Kongress 2018

Bereits auf dem CLINOTEL-Kongress im November fand das Konzept Beachtung. Der Vortrag dazu von Dr. Martin Blümke wurde von den Teilnehmern als bester Beitrag ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro kam den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Standortes zugute. Die Klinik spendierte ein Mittagsbuffet.

Zukunftsmodell Brunsbüttel

»Hier trifft sich Medizin«
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05 | 2019
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