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Darmgesund in Moers – Aufklärungskampagne zur Krebsvorsorge

Darmkrebs ist bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Jährlich gibt es in Deutschland mehr als 60.000 Neuerkrankungen. Je früher der Krebs entdeckt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Um so wichtiger ist eine effektive Vor­sorge, sodass es erst gar nicht zum Darmkrebs kommt: Durch eine Darmspiegelung können bereits die Vorstufen des Darmkrebses entdeckt und – noch schmerzlos entfernt werden.  

Diese wichtige Vorsorgeuntersuchung zahlen die Krankenkassen seit Juli dieses Jahres bereits für Männer ab 50 Jahren und für Frauen ab 55 Jahren. Dennoch: Trotz dieses Angebots wird die Untersu­chung gerade einmal von 20 Prozent der Versicherten in Anspruch genommen. Hier setzt die Kampagne »Darmge­sund in Moers« an.

Moers, eine Stadt mit circa 104.000 Einwohnern am linken Niederrhein, versorgt die Bevölkerung in Moers und Umgebung mit zwei Krankenhäusern der Akutversorgung unterschiedlicher Trägerschaft: dem evangelischen Krankenhaus Bethanien und dem katholischen St. Josef Krankenhaus.

Die große Bedeutung der Darmkrebsvorsorge haben die Geschäftsführer der beiden Häuser in Absprache mit den Chefärzten trotz des bestehenden Wettbewerbs zum Anlass genommen, eine gemeinsame, sechsmonatige Kampagne »Darmgesund in Moers« zu starten. Ziel der Kampagne ist, die Bevölkerung für dieses Thema, das noch immer mit Scham behaftet ist und von der Gesellschaft weitgehend ta­buisiert wird, zu sensbilisieren.

Es ist die erste Aktion dieser Art, bei der die beiden Häuser Schulter an Schulter auftreten. Als Schirmherr für die Kampagne konnte der Bürgermeister der Stadt Moers gewonnen werden, der mit gutem Beispiel voranging und sich einer Darminspektion unterzo­gen hat. Unterstützung gibt es auch von der Krebsgesellschaft NRW und der Deutschen ILCO. Dr. Margret Schrader, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft NRW, nahm an der ersten Pressekonfe­renz teil und stellte den Journalisten eindrücklich die gute Prognose bei frühzeitigem Erkennen des Darmkrebses dar.

Regina Ozwirk

Öffentlichkeitsarbeit/Marketing

St. Josef Krankenhaus Moers

Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung – gerade einmal 20 Prozent nehmen sie in Anspruch

Ein gemeinsames Team für die Kampagne: engagierte Läuferinnen und Läufer beider Krankenhäuser beim Moerser Schlossparklauf

Ein gemeinsames Team für die Kampagne: engagierte Läuferinnen und Läufer beider Krankenhäuser beim Moerser Schlossparklauf

Wie kommt die Kampagne zu den Menschen?

Wie kommt die Kampagne zu den Bürgern? Das haben sich die Veranstalter bei der Vorbereitung sehr genau überlegt. Es wurde schnell klar, dass die Kampagne eine höhere Aufmerksamkeit der Bürger erreichen kann, wenn sie auf die Menschen direkt zugeht und Omnipräsenz zeigt. Deshalb waren auch Vorträge der Chefärzte zu Vorsorge, Symptomen, Therapie und mo­dernen Operationstechniken Teil des Konzepts, die stattfanden bei der Volkshochschule, in den eigenen Räumlichkeiten, aber auch ganz un­gewöhnlicherweise in einem Schwimmbad.

 

Die Kampagne: umgangssprachlich und aktivierend

Eine Projektgruppe, zusammengesetzt aus Chefärzten und Vertretern der Unternehmenskommuni­kation der beiden Krankenhäuser sowie dem niedergelassenen Gastroenterologen und dem Vertre­ter der Selbsthilfegruppe ILCO, wurde zur Entwicklung der Kampagne ins Leben gerufen. Es stellte sich die Frage, mit welchen Worten der niederrheinische Bürger am besten erreicht werden kann. »Komma zur Vorsorge« – hier wird das wichtige Thema umgangssprachlich und angstbefreit ange­gangen. Gemeinsam wurde ein aussagekräftiges Logo entwickelt. Das Maskottchen Poly-Polyp ziert Messestand und jeden Flyer. Kugelschreiber und Taschen wurden mit »Darmgesund in Moers« bedruckt, und als besonderer Eye-Catcher wurden Tausende Rollen Toilettenpapier mit dem Kam­pagnenlogo bestellt. Alle Fahrzeuge der beiden Krankenhäuser, wie Poolfahrzeuge, aber auch Fahr­zeuge des ambulanten Pflegedienstes, wurden mit Magnetaufklebern versehen und erwecken so auf ihren Strecken in und um Moers herum die Aufmerksamkeit der Bürger. Große Banner mit dem Kampagnentext prangen auf den Außengeländen der Krankenhäuser.

Der Gemeinschaftsflyer der beiden Krankenhäuser und der niedergelassenen Praxis Purrmann in Moers informiert nun in verständlicher Sprache über Früherkennung und Symptome des Darmkrebses, Risikofaktoren sowie Vorsorge und Prävention. Er liegt nicht nur in den beiden Krankenhäusern an zentralen Stellen wie Empfang oder in den Wartezimmern der Ambulanzen aus, sondern wurde auch in die Arztpraxen der Umgebung verteilt.

Elemente der Kampagne
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Claim, Logo und
Maskottchen »Poly-Polyp«
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Gemeinschaftsflyer der beiden Krankenhäuser an zentralen Stellen: Empfang, Wartezimmer, Arztpraxen der Umgebung
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Kugelschreiber, Taschen, Messestand
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Toilettenpapier mit Kampagnenlogo
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Magnetaufkleber zur Beschriftung aller Fahrzeuge des Krankenhauses:
Poolfahrzeuge, ambulanter Pflegedienst

Omnipräsent und hochmotiviert

Ausgestattet mit Flyern, Give-aways und Informationen rund um das Thema Darmkrebsvorsorge star­tete im März 2019 die sechsmonatige Kampagne. An der Auftaktveranstaltung im Rahmen einer großen Pressekonferenz nahmen neben dem Bürgermeister der Stadt Moers die Geschäftsführer und Chefärzte beider Krankenhäuser, Dr. Purrmann als niedergelassener Gastroenterologe, Herr Elmer von der Selbsthilfegruppe ILCO und Frau Schrader als Geschäftsführerin der Deutschen Krebsgesellschaft NRW sowie alle Vertreter der lokalen Presse teil.

Einen guten Auftakt gab es am Moerser Frühling, einem Stadtfest mit Verkaufs- und Imbissständen, Musikprogramm und verkaufs­offenem Sonntag. Ob auf Wochenmärkten, Stadtfesten oder auch bei Laufveranstaltungen: Der Infostand der Krankenhäuser ist bei all diesen Veranstaltungen vertreten und ein fester Bestandteil geworden.

Der Erfolg der Kampagne ist nicht zuletzt dem großen Engagement der Mitarbeiter der beiden Krankenhäuser zu verdanken. Über die normale Arbeitszeit hinaus informieren Ärzte, Pflegepersonal und Mitarbeiter der Unter­nehmenskommunikation in ihrer Freizeit, an Wochenenden und auch Feiertagen Bürger, Patienten und Interessierte über das Thema Vorsorgeuntersuchung.

Der Infostand ist bei allen Veranstaltungen zu finden

zum Beispiel
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Wochenmärkte in den Stadtteilen

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»Badewannenrennen« im Naturschwimmbad

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Comedy Arts Festival

Gemeinsam für Darmgesund in Moers – von links: Ralf H. Nennhaus (Geschäftsführer St. Josef Krankenhaus GmbH), Dr. Hans-Reiner Zachert (Chefarzt Chirurgische Klinik I Krankenhaus Bethanien), Prof. Dr. Ralf Kubitz (Chefarzt Medizinische Klinik I Krankenhaus Bethanien), Dr. Karen Harmsen (Leitende Oberärztin Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie St. Josef Krankenhaus), Dr. Christoph Vogt (Direktor des Zentrums für Innere Medizin St. Josef Krankenhaus), Dr. Ralf Engels (Krankenhausdirektor Krankenhaus Bethanien)

Gemeinsam für Darmgesund in Moers – von links: Ralf H. Nennhaus (Geschäftsführer St. Josef Krankenhaus GmbH), Dr. Hans-Reiner Zachert (Chefarzt Chirurgische Klinik I Krankenhaus Bethanien), Prof. Dr. Ralf Kubitz (Chefarzt Medizinische Klinik I Krankenhaus Bethanien), Dr. Karen Harmsen (Leitende Oberärztin Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie St. Josef Krankenhaus), Dr. Christoph Vogt (Direktor des Zentrums für Innere Medizin St. Josef Krankenhaus), Dr. Ralf Engels (Krankenhausdirektor Krankenhaus Bethanien)

Die Veranstalter haben aber noch weitere Highlights im Gepäck. So wird nun mit einem in den Kam­pagnenfarben folierten Bus des örtlichen Personennahverkehrsanbieters für Darmgesund in Moers geworben. Dieser Gelenkbus ist beklebt mit den zentralen Botschaften: »Komma zur Vorsorge« sowie dem Comic-Maskottchen Poly, dem Darmpolypen, und Schlagwörtern wie »Darminspektion.jetzt«, »Heute Kontrolle? Klar doch!« Er wird über die Kampagnenzeit hinaus bis Januar 2020 auf verschiedenen Linienverkehrsstrecken in Moers und Umgebung eingesetzt .

Bis zur Abschlussveranstaltung der Kampagne, die Ende November im Kammersaal der Musikschule Moers stattfindet und für die eine Theatervorführung »Alarm im Darm« geplant ist, wurden zahlreiche Veranstaltungen besucht, um auch den letzten Moerser Bürger über die Präventionsmaßnahmen zu informieren.

Und die Kosten?

Wer trägt denn nun die Kosten für diese groß angelegte und umfangreiche Kampagne? Neben Perso­nalkosten, Kosten für Werbemittel, Pavillion, Messestand und Busfolierung fallen auch diverse Ge­bühren für Veranstaltungspräsenzen und die große Abschlussveranstaltung an. Das Projekt wird ein­zig aus eigenen Mitteln der beiden Krankenhäuser finanziert. Die Geschäftsführer der Krankenhäuser Bethanien und St. Josef, Dr. Engels und Herrn Nennhaus, sehen den Auftrag ihrer Häuser auch in der Prävention. Sie haben mit der Kampagne ein wichtiges Gesundheitsthema aufgegriffen und möchen mit ihrem auch großen finanziellen Einsatz dazu beitragen, dass die Anzahl der Darmkrebs-Neuerkrankungen sinkt.

Durch die nachweislich gestiegene Anzahl der Koloskopien zeichnet sich ein Erfolg der Kampagne ab – eine großartige Belohnung für alle Beteiligten.

Darmgesund in Moers

Ganz Moers weiß inzwischen Bescheid

zum Zeitpunkt Ende Juli
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9.000 Zugriffe auf die
Kampagnen-Website
www.darmgesund-in-moers.de
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25 Veranstaltungen besucht
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17.000 Flyer verteilt und versendet
1.300 Stofftaschen und
800 Kugelschreiber verteilt
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2.500 Haushalte mit Kampagnen-Toiletten­papier bestückt
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Anstieg bei den Endoskopien von
14 Prozent in beiden Krankenhäusern
>>
deutliches Plus von rund 350 Darmuntersuchungen in niedergelassener Praxis

12 | 2019
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