Führung | Strategie

Integriertes Versorgungskonzept wird weiter ausgebaut

Im Zuge des »Versorgungskonzeptes 2025« wurde im Landkreis Darmstadt-Dieburg das Zentrum der Medizinischen Versorgung (MVZ) in Ober-Ramstadt kontinuierlich weiterentwickelt. Das »Versorgungskonzept 2025«, an dem seit 2017 gearbeitet wird, sieht unter anderem die Schaffung lokaler Versorgungszentren vor, mit denen die gesundheitliche Basisversorgung im Landkreis gesichert werden kann.

Somit sollen nicht nur unterschiedliche ärztliche, sondern auch pflegerische und andere gesundheitliche Fachdisziplinen und Leistungsangebote unter einem Dach gebündelt werden. Durch eine Verknüpfung der schon vorhandenen guten Versorgungsstrukturen im Landkreis kann somit eine fach-, berufs- und sektorenübergreifende Versorgung erreicht und diese zum Nutzen der Patienten weiterentwickelt werden. Dieser multiprofessionelle Versorgungsansatz vereinfacht insbesondere die Versorgung chronisch kranker und/oder älterer Patienten.

Das neue Versorgungskonzept ist zudem für angehende beziehungsweise junge Ärzte ein attraktives Organisations- und Arbeitsmodell. So können die Ansprüche nach Angestelltenverhältnis, flexibler Arbeitszeit und Teilzeitangeboten befriedigt und die Nachwuchskräftegewinnung gesichert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich als Facharzt für Allgemeinmedizin im Rahmen eines größeren Verbundes weiterzubilden, und Vertragsärzten kann der Wunsch nach kooperativen Arbeitsbeziehungen erfüllt werden.

 

Katja Ehrhard

Leitung Marketing

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Kooperationen mit geriatrischer Schwerpunktpraxis, Hausärzten, Physio- und Ergotherapeuten

Entlastung der angestellten Ärzte durch nicht-ärztliche Berufsgruppen

Vorgesehen ist ein Ausbau des MVZ zu einem sogenannten Primär­versorgungs­zentrum (PORT). Bei diesem Konzept werden die angestellten Ärzte durch nicht-ärztliche Berufsgruppen entlastet, was insbesondere die Versorgung geriatrischer Patienten erleichtert. Zu den Berufsgruppen zählen nicht-ärztliche Praxisassistentinnen (NäPa), die delegierbare Aufgaben wie Haus­besuche übernehmen, sowie Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen, die als sogenannte Case Manager die Versorgung meist älterer multimorbider Patienten koordinieren. Neben einer berufs­über­greifenden Zusammen­arbeit umfasst dieses innovative Versorgungskonzept auch die intensive Zusammenarbeit zwischen dem MVZ Ober-Ramstadt als geriatrischer Schwerpunktpraxis, den Hausärzten, Physio- und Ergotherapeuten im Landkreis sowie der geriatrischen Klinik der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg am Standort Groß-Umstadt.

Anerkennung durch das bundesweite Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung

Von links: Ulf Werner (OptiMedis), Pelin Meyer (MVZ-Geschäftsführung und Betriebsleitung der Kreiskliniken), Klaus Peter Schellhaas (Landrat) und Dr. Jürgen Oldenburg (OptiMedis) freuen sich über die Förderung der Robert Bosch Stiftung

Von links: Ulf Werner (OptiMedis), Pelin Meyer (MVZ-Geschäftsführung und Betriebsleitung der Kreiskliniken), Klaus Peter Schellhaas (Landrat) und Dr. Jürgen Oldenburg (OptiMedis) freuen sich über die Förderung der Robert Bosch Stiftung

Auf dem Weg zu patientenorientierten Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung

Als eine von insgesamt acht Initiativen aus ganz Deutschland fand das integrierte Versorgungskonzept des Landkreises Anerkennung durch die Robert Bosch Stiftung. Die Auszeichnung und Förderung durch deren bundesweites Förderprogramm ist eine Bestätigung der zukunftsorientierten Gesundheitspolitik des Landkreises Darmstadt-Dieburg.

Das supPORT-Programm »Auf dem Weg zu Patientenorientierten Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung« zeichnet vorbildliche lokale Gesundheits­initiativen aus. Die ausgewählten Initiativen werden seit diesem Sommer für zwei Jahre mit einer Fördersumme von insgesamt 800.000 Euro sowie Vernetzungstreffen, Fachtagungen und einer Beratung durch renommierte Gesundheitsexperten unterstützt.

Die Kreiskliniken sind dankbar für die Förderung durch die Robert Bosch Stiftung GmbH und sehen dies als Anerkennung der Arbeit der Kreiskliniken sowie als Chance, sich noch stärker auf zukünftige Entwicklungen zu konzentrieren.

12 | 2018
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