Führung | Strategie

Fusion: Juliusspital und Missionsärztliche Klinik

Klinikum Würzburg Mitte: Unter diesem Dach werden das Krankenhaus Juliusspital und die Missionsärztliche Klinik in Zukunft vereint sein. Dies beschlossen die Träger der beiden Traditionskliniken, die Stiftung Juliusspital Würzburg, der Verein für ärztlichen Dienst in Übersee – Missionsärztliches Institut Würzburg und der Verein Kinderklinik am Mönchberg e.V.

Mit der neuen Gesellschaft reagieren die Träger auf die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen und stellen sich auf weitere Verschärfungen in der Zukunft rechtzeitig ein. Sie bringen damit einen rund zweijährigen Prozess der Annäherung zu einem erfolgreichen Abschluss.

Im Juli 2014 hatten die Träger der beiden Häuser beschlossen, in eine Kooperation der Kliniken einzusteigen. Nach neun Monaten und 16 mehrstündigen Gesprächsrunden, in denen die rechtliche Grundlage zur Zusammenführung der Häuser geschaffen wurde, liegt nun eine zukunftsweisende Entscheidung für Patienten und Mitarbeiter vor.

Beiden Häusern war es wichtig, aus einer gesunden und stabilen Situation heraus Maßnahmen zu ergreifen, um dem wachsenden Kostendruck und anstehenden Reformen standhalten zu können. Die bekannten und traditionsreichen Namen der beiden Krankenhäuser und deren Standorte bleiben deshalb weiterhin erhalten. Mit dem Zusammenschluss entsteht ein Klinikum mit 663 Planbetten, rund 1.900 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von voraussichtlich 120 Millionen Euro im Jahr.

Das Klinikum Würzburg Mitte wird ab dem 01.01.2017 – als gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) – mit dem operativen Geschäft beginnen. Gesellschafter sind die Stiftung Juliusspital mit 60 Prozent, das Missionsärztliche Institut mit 32 Prozent und der Verein Kinderklinik am Mönchberg e.V. mit 8 Prozent der Geschäftsanteile.

 

Martina Schneider

Mitarbeiterin Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Juliusspital Würzburg

Was beide auszeichnet: Menschlichkeit und Empathie

Die übereinstimmenden weltanschaulichen und vom christlich-karitativen Geist geprägten Wertevorstellungen beider Häuser lassen auch in Zukunft das zu, was beide auszeichnet: Menschlichkeit und Empathie sind für Juliusspital und Missio seit jeher prägende Elemente im Umgang mit den Patienten und werden dies auch bleiben. Auch das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter sollen eingebunden werden, um notwendige Veränderungen patientenorientiert umzusetzen. Effektive Strukturen, zeitgemäße Investitionen, effizienter Personaleinsatz und die Balance zwischen Grund-, Regel- und Spezialversorgung sollen die hohe Qualität beider Häuser in Zukunft weiter gewährleisten.

Fusion als Chance

Der Zusammenschluss ist eine große Chance für beide Klinikstandorte und schließlich für die Patienten der beiden Krankenhäuser. Ein gemeinsames medizinisches Konzept wird nun konkret erarbeitet, neue Strukturen werden entwickelt und die Versorgungsqualität gemeinsam verbessert.

Die Bündelung von Expertise und Leistungsprofil, wie sie bereits für das EndoProthetikZentrum Juliusspital Würzburg stattgefunden hat, wird auch in anderen Bereichen untersucht, neu konzipiert und zum Wohle der Patienten umgesetzt.

Mitarbeiter in den gemeinsamen Prozess integrieren: Wissen und Erfahrungen einbinden

Dies will wohl überlegt und gut geplant sein, sodass das Zusammenwachsen beider Kliniken einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Für die Patienten beider Krankenhäuser ändert sich nichts, sie behalten dieselben Ansprechpartner. Auch die Strukturen und Möglichkeiten für die zuweisenden Ärzte bleiben erhalten. Wie bisher sind die beiden Standorte Krankenhaus Juliusspital und Missionsärztliche Klinik Ansprechpartner für Ärzte und Patienten.

Ebenso erhalten bleiben die Arbeitsverhältnisse und -verträge der Mitarbeiter beider Häuser. Nach Treffen der Grundsatzentscheidung liegt den Gesellschaftern am Herzen, auch die Mitarbeiter in den gemeinsamen Prozess zu integrieren und ihr vorhandenes Wissen und ihre Erfahrungen einzubinden. Im Gegenzug bietet das neue Unternehmen seinen Mitarbeitern aber auch neue berufliche Perspektiven und Möglichkeiten.

12 | 2016
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