Corona

»Die unbürokratische Zusammenarbeit hat uns geholfen!«

Innerhalb eines Wochenendes hat die imland Klinik gGmbH die notwendigen Maßnahmen geplant, um für die Herausforderungen der Infektionswelle mit dem neuartigen Coronavirus gerüstet zu sein – unter anderem auch durch die Aufstockung der Intensivbetten-Kapazitäten um 100 Prozent.

Dr. Anke Lasserre, Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung der imland Klinik, berichtet über die einzelnen Entscheidungen.

Wie sah Ihre Planung konkret aus?

Dr. Lasserre: Diese gesundheitliche Lage ist ein Jahrhundertereignis. Aus diesem Grund haben wir uns im Rahmen einer Klausurtagung an einem Wochenende Anfang März 2020 entschieden, unsere zwei Standorte in Rendsburg und Eckernförde zügig neu aufzustellen. Wir haben unsere Leistungen und unser Personal am Standort Rendsburg gebündelt und an beiden Standorten im stationären und ambulanten Bereich nur noch Notfälle und dringliche Patienten versorgt.
Die so frei gewordenen Kapazitäten im Intensivbereich in Rendsburg haben wir für die Schwerstbetroffenen COVID-19-Patienten vorgehalten, neben einer dort zusätzlich eingerichteten Isolierstation, unserer Station 11, der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Innerer Medizin mit insgesamt 54 Betten.

Wie viele Intensivkapazitäten haben Sie dank dieser Neuaufstellung schaffen können?

Dr. Lasserre: Auf der Intensivstation konnten wir sukzessiv unsere Kapazitäten von ursprünglich 24 Betten in Rendsburg auf aktuell 36 erhöhen. Acht Intensivbetten konnten wir von Beginn an am Standort Eckernförde bereithalten. Laut unserem Pandemieplan könnten wir im Bedarfsfall in Rendsburg insgesamt 48 ITS-Betten schaffen – das entspricht der exakt doppelten Anzahl.

Was bedeutete das für Ihren Standort Eckernförde?

Dr. Lasserre: Das bedeutete konkret, dass die Notaufnahme in Eckernförde für diese Ausnahmezeit geschlossen wurde, ebenso wie die Geburtshilfe, die wir an den Standort Rendsburg gezogen haben. Ambulante Notfälle der Gefäßchirurgie, der Unfallchirurgie und BG, der Allgemeinchirurgie und Neurochirurgie wurden allerdings nach wie vor dort im chirurgischen MVZ versorgt.  
Wir haben in Eckernförde gute Strukturen geschaffen, die wir dringend für die Weiterversorgung unserer Patienten benötigen: Alle Patienten, die auf einen Platz in einer Pflegeeinrichtung warten, werden hier auf der Station 17 versorgt. Dies gilt auch für die Patienten aus Rendsburg. Die notwendige Steuerung erfolgt über unser Belegungsmanagement.

Sie sind aber nicht nur in der Neuaufstellung Ihrer Standorte unkonventionelle Wege gegangen, sondern auch im Bereich der Schutzausrüstungen und Testungen.

Dr. Lasserre: Ja, das stimmt. Entgegen der RKI-Richtlinien sind wir dem Wunsch vieler Mitarbeiter nachgekommen und haben den Mund-Nasen-Schutz in allen Bereichen, das heißt auch in der Verwaltung, angeboten. Das gilt auch für Testungen: Wer sich als Mitarbeiter auf Covid-19 testen lassen möchte, kann das über unser Labor tun. Obwohl die Nachfrage gar nicht so groß ist, kam unsere Entscheidung gut an!

Geschäftsführerin Dr. Anke Lasserre über Maßnahmen und Herausforderungen in der Coronakrise

Geschäftsführerin Dr. Anke Lasserre über Maßnahmen und Herausforderungen in der Coronakrise

Imland Klinik Rendsburg-Eckernförde

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