Bauen | Technik

Strom und Wärme für den Eigenbedarf

Seit Januar erzeugt die Stiftung Juliusspital einen Großteil an Strom und Wärme selbst. Ermöglicht haben dies zwei neue Blockheizkraftwerke, die im Untergeschoss des Krankenhauses der Würzburger Stiftung eingebaut wurden. 1,6 Millionen Euro investierte das Juliusspital in die beiden Kraftpakete mit einer elektrischen Leistung von je 360 KW sowie einer thermischen Leistung von je 389 KW. Damit deckt die Stiftung zukünftig 70 bis 75 Prozent ihres Eigenbedarfs an Strom und Wärme ab.

Anfang Mai 2015 begannen die Planungen, Mitte August starteten die Vorarbeiten und kurz vor Weihnachten nahm Stiftungsleiter Walter Herberth mit einem »Antippen« auf dem Touchscreen der Schaltzentrale beide Anlagen im Heizraum des Koellikerbaus in Betrieb.

Martina Schneider

Mitarbeiterin Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Juliusspital Würzburg

Kein Schalter, nur noch ein leichtes Antippen: Stiftungsleiter Walter Herberth nahm die beiden neuen Blockheizkraftwerke im Juliusspital in Betrieb

Kein Schalter, nur noch ein leichtes Antippen: Stiftungsleiter Walter Herberth nahm die beiden neuen Blockheizkraftwerke im Juliusspital in Betrieb

Die Anlagen erzeugen durch eine Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig mechanische Energie und Nutzwärme. Während die mechanische Energie unmittelbar in Strom umgewandelt wird, kann die Wärme zum Heizen genutzt werden. Im Juliusspital wird der Strom für das Krankenhaus, das Seniorenheim, die Wirtschaftsgebäude an der Klinikstraße 5, das Weingut und das Kollegienhaus genutzt, in dem die Berufsfachschulen für Alten- und Krankenpflege untergebracht sind. Die erzeugte Wärme wird die Heizungen in den Räumen des Krankenhauses an der Koellikerstraße (Koellikerbau), in Teilen des denkmalgeschützten Spitalbaus an der Würzburger Juliuspromenade und im Zentrallabor erwärmen sowie das Brauchwarmwasser für diese Bereiche bereitstellen. »Damit decken wir einen Großteil unseres Wärme- und Strombedarfes«, zeigte sich Stiftungsleiter Walter Herberth zufrieden. Die Maßnahme werde sich durch die eingesparten Fremdenergiekosten in etwa fünf Jahren gerechnet haben.

06 | 2016
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